Verkauf von Grundstücken hat Priorität

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Zügig Baugrundstücke verkaufen - auf diesen Nenner kam der Hohner Gemeinderat am Donnerstagabend. Ansonsten verlief die Sitzung ziemlich turbulent.

Das war wieder eine turbulente Sitzung des Hohner Gemeinderats. Der Ankauf von Baugrundstücken am "Alten Hohen Feld" war am Donnerstagabend das dominierende Thema im öffentlichen Teil. Rund 60 Bürger waren dazu in Anderer's Gasthaus gekommen – was viel ist für die Sitzung eines Gemeinderates, aber für Hohner Verhältnisse nicht unüblich.

Mittel für Gewerbepark nicht benötigt

Bei der Frage nach der Finanzierung der Grundstücksankäufe in der Talsiedlung setzte sich schließlich der Vorschlag von Gemeindedirektor Jörg Warncke mehrheitlich durch. 135.000 Euro fehlen der Gemeinde zur Bezahlung der Ankäufe noch. Diese Summe könne zum einen durch die derzeit nicht benötigten Mittel für die Erschließung des Dea-Gewerbeparks in Höhe von 100.000 Euro und zum anderen durch Mehrerträge bei der Gewerbesteuer gedeckt werden, so der Verwaltungschef. "Der Kaufvertrag ist unterschriftsreif, aber wir brauchen das Geld, sonst ist das Zechprellerei", sagte Warncke im Rat. Ein Teil der Bauplätze gehört noch der Firma Vörtmann.

 

WGH sorgt sich um Investitionen

Bedenken zu dem Vorschlag äußerte die Wählergemeinschaft Hohne. "Wir sehen die Gefahr, dass wir für geplante Investitionen kein Geld haben oder der Landkreis eine Sperre stellt, sodass wir das Gewerbegebiet nicht erschließen können", sagte WGH-Fraktionschef Jörn Künzle. Daraus folgt für ihn: "Wir müssen mit aller Macht Baugrundstücke verkaufen." Auch Warncke hatte in der Vorlage betont, dass es sich hierbei nur um eine Zwischenfinanzierung handele. Bemerkungen des Rechnungsprüfungsamtes aber müssten hingenommen werden, weil sonst der Ankauf der Grundstücke nicht möglich sei.

Werbung machen für Bauplätze

Wie bereits berichtet, wurden im zweiten Bauabschnitt sechs Grundstücke bereits verkauft. Weitere vier sind reserviert, fünf noch frei. Wie Bürgermeisterin Christa Harms auf Nachfrage sagte, hat sich der Rat im anschließenden nicht-öffentlichen Teil auf eine aktivere Werbung für die noch freien Bauplätze geeinigt.

Turbulente Einwohnerfragestunde

Aufgeheizte Stimmung: Schon die Einwohnerfragestunde verlief turbulent. Viele aufgebrachte Bürger meldeten sich zur Wort und wollten von Warncke und Harms Informationen haben über die nach dem Fund von Asbest gesperrten Wirtschaftswege und die Zukunft des ehemaligen Hauses Hohne. Zur Wegesperrung verwies Warncke auf das laufende Verfahren. Das Haus Hohne war Thema im nicht-öffentlichen Teil. Ergebnis: In der kommenden Woche solle dem derzeitigen Pächter Steven Anderer ein neues Angebot vorgelegt werden, sagte Harms der CZ.

(Bericht Cellesche Zeitung vom 14.08.2019 -  von Carsten Richter)

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