Novemberversammlung der LandFrauen

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„Wenn wir schlafen, gehen im Gehirn die Lichter aus.“

Bei unserer Novemberversammlung referierte Dr. Peter Hannemann, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Beratungsmedizin am AKH Celle, über das Schnarchen und die Schlafapnoe.

Doch zuvor begrüßte uns die 1. Vors. Dorothee Salig und informierte uns über die diversen Veränderungen im Vorstand. Bei der nächsten Jahreshauptversammlung werden einige Posten zur Wahl stehen. Anette Hildebrandt, die 2. Vors., stellte uns die nächsten Aktionen und Seminare vor. Es gibt wieder ein vielfältiges Programm bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte.

Doch nun zum Vortrag von Dr. Hannemann: „Schlafstörungen und ihre Folgen für den Organismus.“

Schnarchen ist häufig die Ursache für Schlafstörungen und ein Phänomen, das im Alter zunimmt. Fast jeder Zweite produziert die nächtlichen Geräusche – es kommt aber nicht zu einem Atemstillstand.

Doch bei 5% der Erwachsenen sind das Symptome eines Schlafapnoe-Syndroms, es ist eine Erkrankung bei der Menschen Atemaussetzer im Schlaf erleiden. Während des Schlafs erschlaffen die Muskeln des weichen Gaumens und die Zunge fällt zurück. Dadurch verschließen sich die Luftwege teilweise oder vollkommen und der Schlafende bekommt zu wenig oder gar keine Luft mehr. Für den Körper ist das eine bedrohliche Situation, auf die er jedes Mal mit einer Weckreaktion reagiert, damit sich die Muskulatur wieder anspannt und die Atmung wieder funktioniert. Die Atemstillstände dauern zwischen 10 und 120 Sekunden und treten pro Stunde mehr als fünfmal auf. Es folgen Phasen von übermäßigem Luftholen sowie lautes und unregelmäßiges Schnarchen, Partnern und Angehörigen fallen neben dem Schnarchen auch oft die Atempausen in der Nacht auf.

Der Betroffene merkt davon nichts, ist jedoch durch die ununterbrochenen Weckreaktionen tagsüber ständig müde und erschöpft. Für diese, im Mittelalter als Schlafsucht bezeichnete Störung, gibt es verschiedenen Behandlungsmethoden.

Die Erforschung von Schlafstörungen ist noch recht jung, das erste Schlaflabor in Deutschland wurde Anfang der 70er Jahre in der Neurologischen Klinik des Hessischen Diakoniezentrums eingerichtet. Im Schlaflabor werden Körperfunktionen wie Hirnströme, Augenbewegungen, Atmung, Muskelspannung und die Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen und ausgewertet.

Der nächtliche Schlaf ist unentbehrlich, um mit den täglichen Belastungen fertig zu werden. Denn im Schlaf speichern wir Bewältigungsstrategien, auf die der Körper in bestimmten Situationen wie Stress, Konflikte und die Abwehr von Krankheitserregern zurückgreift.

An diesem Abend erhielten wir so viele Informationen, dass ich noch Seitenweise weiter schreiben könnte. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Dr. Hannemann bedanken.

Unseren gemeinsamen Abend beendete Anette Hildebrandt mit der wunderschönen Geschichte „Das Paradoxon unseres Zeitalters“

 

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