Haus Hohne: Wer liefert das beste Angebot?

Gut entwickelt hat sich aus Sicht der Gemeinde das frühere Haus Hohne. Nun wird ein neuer Eigentümer gesucht. Die letzte Entscheidung trifft der Rat.

Mit wechselnden Eigentümern und Pächtern hatte das Haus Hohne in der Vergangenheit immer mal wieder für Wirbel in der Gemeinde gesorgt. Nachdem sich 2015 die früheren Inhaber von dem Gebäude getrennt hatten, hatte es die Gemeinde gekauft. Vor gut einem Jahr hatte es noch einmal einen Pächterwechsel gegeben. Steven und Jessica Anderer haben auch die Geschäftsführung übernommen und allen Räumen und Hotelzimmern eine Generalüberholung verpasst. Nun ist das Haus aus Sicht der Gemeinde in ruhiges Fahrwasser geraten – sie will es jetzt wieder verkaufen. Bis zum 7. Juni können Interessenten in einem verschlossenen Umschlag ein Kaufpreisangebot im Lachendorfer Rathaus abgeben.

"Betrieb gut ausgelastet"

"Aus Wettbewerbsgründen", sagt Gemeindedirektor Jörg Warncke, sei es sinnvoll, das Gebäude Am Schwimmbad 21 wieder zu verkaufen. "Es ist nicht Aufgabe einer Gemeinde, das Haus dauerhaft zu betreiben", so der Verwaltungschef auf CZ-Nachfrage. Wie es auf der Internetseite der Samtgemeinde heißt, hatte die Gemeinde das ehemalige Haus Hohne "aus grundsätzlichen Erwägungen erworben, mit dem Ziel die Einrichtung zu sichern und im Sinne der Gemeinde fortzuentwickeln". Das sei seit dem Pächterwechsel im vergangenen Jahr geschehen, so Warncke. "Der Betrieb ist gut ausgelastet, das Geschäft hat sich etabliert."

Erste Interessenten

Erste Interessenten, die das Haus kaufen wollen, gebe es bereits, sagt Warncke. Gegenüber der CZ signalisiert auch der derzeitige Pächter und Geschäftsführer Steven Anderer Sympathie für einen Kauf des Gebäudes, das bereits den Namen "Anderer's Gasthaus und Hotel Hohne" trägt. "Wir wollen das gerne übernehmen", so Anderer.

Kein Mindestpreis

Einen Mindestpreis habe die Gemeinde nicht festgelegt, sagt Warncke. Der Kauf müsse öffentlich angeboten werden, so schreibe es das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz vor.

Pächter hat Kaufinteresse

Nachdem die Gemeinde das Gebäude übernommen hatte, entwickelte sich das Gasthaus zunächst nicht nach den Wünschen der Verwaltung. Kevin Paschmann und Steffen Kargetta aus Wolfsburg hatten 2016 einen Pachtvertrag unterschrieben. Nach rund anderthalb Jahren aber kündigte die Gemeinde den Vertrag auf. Zum Zuge kam Anderer, der schon 2015 mit der Pacht geliebäugelt hatte.

Rat entscheidet am Schluss

Die Gemeinde behält sich einen Verkaufsbeschluss vor. "Sofern die Angebote nicht den Vorstellungen des Rates entsprechen, erfolgt ein Verkauf nicht", heißt es.